Drei Wochen im Januar ist Åre von Studenten besiedelt. Um die laue Zeit im schwedischen Wintersportort zu überbrücken, werden seit 15 Jahren die “Student Weeks” organisiert. Für 150 Euro gibt es fünf Tage Unterkunft und Skipass. Ausschließlich junge Leute auf den Pisten, Hüttengaudi und spezielle Clubabende locken jährlich bis zu 7000 Studenten aus ganz Skandinavien in den Traditionsskiort.

Dazu wurden Ende Januar die “Career Days” veranstaltet. Schwedische Firmen präsentierten sich in einem beheizten Zelt direkt neben der Piste, vergaben Werbegeschenke und versuchten, angehende Ingenieure oder Ökonomen für ihre Firma zu begeistern. Um ins Informationszelt und an Freibier und Gratisessen zu kommen, musste jeder Student an einer kleinen Umfrage teilnehmen. Praktischer Nebeneffekt für die Organisatoren: zahlreiche E-Mail-Adressen von potentiellen Nachwuchskräften.
Für Studenten boten die “Career Days” die Chance, direkt und in lockerer Umgebung in Kontakt mit Managern zu treten.

Ein Gespräch mit mir lief dann immer so ab: “Hej, vad studerar du?” (Hallo, was studierst du?) - “Journalistik och stadsvetenskap” (Journalistik und Politikwissenschaft) - “Ah, det låter spännande.” (Ah, das klingt spannend.) Und dann war das Gespräch meist auch schon vorbei, denn meine Studienfächer haben eben nichts mit den gesuchten Jobs zu tun. Vielleicht ja im nächsten Jahr, denn der Schwerpunkt der Studienfächer wechselt von Jahr zu Jahr.

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