Es klingt wie eine Nachricht aus der Dritten Welt: Insgesamt 121 Patienten aus Vila Real de Santo António werden zur Behandlung nach Kuba geschickt. Einige von ihnen warten in Portugal seit Jahren auf eine Behandlung ihrer Augenkrankheiten. Auf Kuba wird es schneller gehen. Binnen zwei Wochen nach ihrer Ankunft sollen die portugiesischen Patienten auf der Zuckerinsel operiert werden. Die Gemeinde von Vila Real sieht die medizinischen Einrichtungen ihrer kubanischen Partnerstadt La Playa dem Ansturm gewachsen. Sie gehörten “zu den besten, die es gibt” und ihre Ausstattung sei der portugiesischen ähnlich.
Möglich gemacht wird dieser ungewöhnliche Austausch unter Partnerstädten durch eine jährliche Überweisung von 50.000 Euro von portugiesischer Seite. Damit reiht sich Portugal in eine Reihe mit Ländern wie Venezuela oder China ein, denen es zwar nicht an Geld, aber an entsprechenden Kapazitäten ihrer Krankenhäuser mangelt.
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