Figurines
Wenn man an dänische Bands denkt, fallen einem wahrscheinlich als allererstes der unvergessliche Nummer eins Hit „Barbie Girl“ von Aqua ein, Whigfields „Saturday Night“ oder die von Radiosendern leider immer noch nicht vergessene Cover Version „Aisha“ von Outlandish. Einige erinnern sich vielleicht auch noch an die Olsen Brothers, die im Jahr 2000 den Grand Prix gewannen.
Wer sich von der Qualität dieser Künstler nicht überzeugen lässt, findet hier einen kleinen Ratgeber mit guter Musik aus Dänemark, der auch als Orientierung für prospektive Roskilde Festival Besucher gelten soll.
Kashmir, benannt nach dem Led Zeppelin Song, ist die größte aller dänischen Indie Rock Bands. Die Band fing als Schülerband 1991 in Kopenhagen gemeinsam zu spielen an, damals noch stark unter dem Einfluss von Bands wie den Pixies, Nirvana und Primus. Ihr Album „The Good Life“ von 1999 war ihr erster großer kommerzieller Erfolg und gewann sechs dänische Grammys . Der internationale Durchbruch kam mit dem Platinalbum „Zitilites“ von 2003 und auf dem Nachfolger „No Balance Palace“ ist ein Duett mit David Bowie („The Cynic“) und ein Lied mit Lou Reed enthalten. Ihr Sound klingt ein bisschen nach Radiohead in früheren Zeiten.
Kashmir
The Raveonettes – Den Worten des Duos Sharin Foo und Sune Rose Wagner zufolge unterliegt die Band verschiedener Einflüsse. Meistens werden sie allerdings mit The Velvet Underground verglichen. Als ihr erstes Album „Whip it Out“ (2003) erschien, ernannte der Rolling Stone sie zu den „Vorboten einer ‚Next Wave’ von zeitgenössischer Musik“. Ihr letztes Album „Lust Lust Lust“ kam im Januar 2008 raus.
Mew, „die einzige Indie Stadion Rock Band der Welt“ wie der Leadsänger seine Band einst nannte. Auch bereits zu Schulzeiten formierte sich Mew in einem Vorort Kopenhagens und veröffentlichte zwei wenig erfolgreiche CDs, bevor 2003 „Frengers (Not quite Friends and not quite Strangers)“ heraus kam. Ebenso wie der Nachfolger „And the Glass Handed Kites“ (2005) war das Album ein großer Erfolg, so dass die ersten CDs re-released wurden und die Origianle Sammlerwert bekamen. Das zweite Album ist ein bisschen progressiver und ihr Stil ist irgendwo zwischen My Bloody Valentine, Pixies und Dinosaur Jr. einzuordnen, wobei die Falsettstimme des Sängers ihre Musik sehr besonders macht.
Figurines – Die jüngste hörenswerte Band. Die Figurines kommen aus Jütland und spielen melodischen Indie-Pop mit guten Texten, die der charismatische Sänger mit rauer Stimme schmettert. Das letzte Album „When the Deer Wore Blue“ (2007) war auch in den USA und Kanada erfolgreich. Seitdem lassen sich die Figurines aus der dänischen Indie Szene nicht mehr wegdenken.
Spleen United ist eine Synthrock Band aus Århus und wurde von der skandinavischen Presse für ihr erstes Album „Godspeed into the Mainstream“ hoch gelobt. Der Nachfolger „Neanderthal“ wurde zu Beginn des Jahres veröffentlicht und stieg, trotz eher nüchterner Kritik, auf Nummer eins der Albumcharts.
Neben diesen letzten großen „Hypes“ gibt es aber noch viele andere Bands und Sänger, die des Hörens wert sind. Z.B. Singer/Songwriter Tina Dickow, die großen Newcomer des letzten Jahres Dúné, die dänischen Arcade Fire The Kissaway Trail, The Floor is made of Lava, Saybia, Alphabeat und der international erfolgreiche Electro DJ und Produzent Trentemøller.


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