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König Fußball regiert die Mozartstadt

13. Mai, 2008 von Nicole Kathrin Kierer · 1 Leserbrief

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In 24 Tagen ist es so weit: Die Mozartstadt Salzburg wird vorübergehend zur Fußballstadt. Bei drei Spielen der UEFA Europameisterschaft 2008 können im Salzburger Stadion Wals-Siezenheim jeweils 30.000 begeisterte Fußballfans ihren Sport feiern. Am 10. Juni macht das Match Griechenland – Schweden den Anfang, am 14. Juni tritt Russland und am 18. Juni Spanien gegen Griechenland an.

Schon seit über einem Jahr befindet sich die Mozartstadt im Ausnahmezustand. Große Säulen zeigen mit roten Zahlen den Countdown bis zum Start der Europameisterschaft. Überall im Land Salzburg wurde geplant und vorbereitet, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Jetzt, wo in weniger als einem Monat die EURO ’08 beginnt, ist Salzburg mehr Fußballstadt als Kulturstadt. Viele österreichische Fans sind schon gerüstet: Bunte Wimpel und Fähnchen mit der österreichischen – und oft auch anderen – Flagge zieren ihre Autos. Sticker für die EURO-Panini-Alben werden fleißig gesammelt und getauscht. An jeder Ecke können sich Fußballfans mit allem Möglichen und Unmöglichen ausrüsten: Es gibt Fußbälle in unterschiedlichem EURO-Design, EURO-Maskottchen, Wimpel, T-Shirts, Sportkleidung, Transparente, Fußball-Weckerl und sogar Fußball-Klopapier. Der größte Radiosender Österreichs, Ö3, versorgt die Einwohner der Alpenrepublik mit Stickern für oder gegen die EURO und der zum Kult erhobenen Comedy-Sendung „Hicke und die starken Männer“. Hicke, das ist der spöttisch-freundliche Kosename für den Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft, soll in Österreich für ein Fußball-Sommermärchen sorgen: Obwohl die Alpenrepublik zurzeit auf Platz 101 der Fußball-Weltrangliste dümpelt, wird davon geträumt, sich zumindest nicht zu blamieren.

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IMAS hält sich die EURO-Euphorie in Österreich zurzeit noch in Grenzen. 34 Prozent interessieren sich „gar nicht“ für die Europameisterschaft, 18 Prozent bezeichnen ihr Interesse als „nicht besonders groß“. „Sehr interessiert“ sind nur 22 Prozent. Trotz diesem Umfrageergebnis steigt die Wimpeldichte spürbar. Was vielleicht auch daran liegt, dass jetzt trotz Verbot dank einer Sonderregelung das „Beflaggen“ von Autos doch erlaubt ist.

Tags: Salzburg

1 Leserbrief bisher. ↓

  • 1 Annette // Mai 14, 2008 at 04:26

    Hallo Nicole,
    erinnert mich sehr an die WM 06 in Deutschland und in meiner Heimatstadt Dortmund. Es war eine tolle Zeit und die Stadt wirkte ganz anders als sonst. Kann mir also gut vorstellen, wie das bei Euch nun ist. Ich wuensche viel Spass bei der EURO, dem oesterreichischen Team viel Erfolg und natuerlich dem deutschen Team den Titel :-). Viele Gruesse, Annette

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