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Im Zentrum der Weltpolitik

20. Mai, 2008 von Annika Falk · 33 Leserbriefe

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In wenigen Tagen wird Schweden im Zentrum der Weltpolitik stehen. So sieht es jedenfalls der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt. Am 29. Mai findet in Stockholm eine Irakkonferenz mit Außenministern der ganzen Welt statt.

Einen Tag vor der Konferenz kommt der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zu einem offiziellen Besuch nach Stockholm und einen Tag nachher trifft sich der irakische Premierminister Nuri Maliki mit dem schwedischen Ministerpräsidenten.

Mit bis zu 80 Delegationen wird es die größte internationale Konferenz werden, die in Schweden je stattgefunden hat. Die UNO und die irakische Regierung bat Schweden darum, das Treffen durchzuführen. Schweden spielt im Irakkonflikt eine große Rolle, da es mehr irakische Flüchtlinge aufgenommen hat als die anderen europäischen Staaten und die USA zusammen. Und darauf will der Fredrik Reinfeldt besonders die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice in einem bilateralen Gespräch aufmerksam machen.

Die Konferenz wird sich mit dem Aufbau und der Demokratie im Irak beschäftigen. Die Schweden setzen sich durch die Aufnahme von Flüchtlingen ein; wenn es darum geht, wer den Aufbau vor Ort bezahlen soll, ist sich der außenpolitische Sprecher der Sozialdemokraten sicher: „Wir können helfen, dazu beizutragen, aber die Hauptverantwortung, wenn es darum geht, wer zahlt, liegt bei den USA.“ Im Interview mit der Tageszeitung „Dagens Nyheter“ sagte der Sozialdemokrat Urban Ahlin: „Wenn man einen Krieg angefangen hat, muss man auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen.“

In den nächsten Tagen will Reinfeldt noch mal mit einigen der rund 150.000 in Schweden lebenden Iraker sprechen, wie sie die Entwicklung im Irak sehen. „Sie haben ein Recht darauf zu sehen, dass wir machen, was wir können, damit es gute Bedingungen im Irak gibt, unabhängig davon, ob sie in Schweden bleiben oder zurückgehen.“

Tags: Stockholm

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