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Zwei Würste schlagen auf meinen Magen – Tag der offenen Tür im Goethe-Institut

6. Juli, 2008 von Benjamin Loy · Keine Leserbriefe

Goethe-Institute sind meiner Meinung nach als Repräsentanten der deutschen Sprache und Kultur im In- und Ausland eine fantastische Einrichtung. In Santiago hatte man am Samstag beim Tag der offenen Tür Gelegenheit, “deutsche Tugenden” zu beweisen…

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Die Goethe-Vertretung in Santiago hat zwei ganz besondere Vorzüge: Es ist einer der wenigen Orte in der Stadt, an dem man Zugriff auf deutsche Zeitungen und Magazine hat. Und es ist im Winter wohl einer der am besten geheizten Orte in ganz Santiago.
Ein Schelm, wer da angesichts des Mottos des “Día de las puertas abiertas” am Samstag Böses dabei denkt: “Consumo Sustentable” – “Nachhaltiger Verbrauch” war das fesselnde Thema des Tages. Aus diesem Anlass hatte man die Wände der vier Etagen des Gebäudes mit Plakaten zu hochinteressanten Facetten des Themas Nachhaltigkeit zugepflastert, die von Müllmanagement über Fischfang bis zu nachhaltiger Waldwirtschaft alles zu bieten hatten, was das Umweltschützer-Herz begehrt.

Bei der Verköstigung hatten sich die Verantwortlichen, wohl noch unter dem Eindruck der EURO, etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Zwar wurde dieses Mal auf das noch im vergangenen Jahr großzügig ausgeschenkte Freibier aus der Heimat verzichtet. Dafür mussten die Besucher beim Kampf um urdeutsche “Completos” (chilenische Version des Hotdogs mit Avocado-Creme und Tomaten) “deutsche Tugenden” beweisen, wie es im Fußballjargon immer so schön heißt.

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Wer danach noch Kraft und Laune hatte, konnte anschließend seinen Meister bei der “Olimpiada” machen, einer Art Stationen-Quiz zur deutschen Sprache und Landeskunde, das in Sachen Spannung und Unterhaltung den Mülltrennungs-Plakaten in nichts nachstand, bevor man anschließend wieder aus der Wärme hinaus auf die kalten Straßen der Hauptstadt trat.

Mein Fazit: Nächstes Mal vielleicht doch wieder Freibier- das wärmt von innen, spart Heizkosten und macht selbst Themen wie nachhaltigen Fischfang ein wenig interessanter.

Tags: Santiago de Chile

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