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Nachhaltige Entwicklung am Strand

7. Juni, 2009 von Nina Schönmeier · Keine Leserbriefe

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In Frankreich wird nachhaltige Entwicklung derzeit ganz gross geschrieben. Jeder will grün sein. Natürlich wirkt sich das hier im Süden auch ganz besonders auf den Strandtourismus aus, der bei den Ökos ja sowieso als böser Bube gilt.

Auch wenn er der konservativen Regierungspartei UMP angehört, wollte der Bürgermeister meines Wohnortes Palavas-les-Flots die “Ökowelle” nicht an unserem Strand vorbeischwappen lassen. Christian Jeanjean hatte eine  Idee, um gegen den Müll anzukämpfen, der sich nach jedem Badetag sammelt. Er liess diese Plastikcontainer in den Sand einlassen, damit man sich auch nach dem Schwimmen dem “tri selectif”, also der Mülltrennung, hingeben kann. Zu Anfang der Saison war ich ganz verwundert, was es wohl mit diesen Plastikchampignons auf sich hat, die alle Nase lang am Strand spriessen. Bis ich mich ihnen näherte und die Aufschrift “Glas”, ” Verpackung” und “Haushaltsabfälle” las. Sicher sind das die Container mit der schönsten Aussicht von ganz Frankreich. Doch so richtig verstehe ich ihren Sinn nicht. Denn erstens sind sie hässlich und zweitens gab es schon vorher fünf Meter hinter meinem Hausstrand Container für Mülltrennung. Jetzt verschandeln die Container den Strand und der Müll ist leider nicht unbedingt weniger geworden. Viele Touristen werfen immer noch munter ihren Abfall in den Sand, wie man hier sieht:

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Was Frankreich anstatt von Plastikcontainern wirklich braucht, ist ein Umdenken. Wer es will, der kann seinen Müll nämlich auch fünf Meter tragen. Was ich ansonsten gerne von meinem Bürgermeister wüsste, ist, warum es hier nirgends einen Papiercontainer gibt.

Tags: Montpellier

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