Paris/Clichy-sous-Bois, Ende November 2009. Auf dem Boden der Parkfläche beschreibt der Ruß ein längliches Rechteck. Der Parkplatz liegt eingezwängt zwischen Wohnblöcken, deren gräulich-beige Fassade im matten Novemberlicht noch mehr erblasst. Wir befinden uns am Ortseingang von Clichy-sous-Bois. Hier, 15 Kilometer südlich von Paris, begannen im November 2005 die Unruhen, die Frankreich und Europa in ihren Bann zogen. Nur einen Steinwurf von den Blöcken entfernt, befindet sich das Rathaus der 30.000-Einwohner-Gemeinde. Die Mairie setzt mit ihrem französischen Landhausstil einen irritierenden Kontrapunkt zur rechteckigen Architektur der direkten Umgebung.
Konservierte Aussichtslosigkeit
18. April, 2010 von Moritz Alexander Heiser · Keine Leserbriefe
Tags: Paris
Einkaufen im Bildungsmarkt
24. Dezember, 2009 von Benjamin Loy · Keine Leserbriefe
Während der Großteil der Santiaguiner bei Temperaturen um die 35 Grad dieser Tage dem Weihnachtsfest entgegenhechelt, hält das Jahresende für die chilenischen Schulabgänger noch ein Bonbon bereit, das nicht nur über die Stimmung unterm Plastikchristbaum, sondern auch über ihre persönliche Zukunft entscheidet: die Ergebnisse der PSU.
Tags: Santiago de Chile
Verzweiflung, Scham und Schweigen
18. August, 2009 von Benjamin Loy · Keine Leserbriefe

Jedes Jahr werden in Chile rund 42 000 minderjährige Mädchen schwanger – dreimal so viele wie in Deutschland. Die Folgen dieser Schwangerschaften sind teilweise erschreckend, ihre Ursachen nicht selten Ausdruck gesellschaftlicher Überzeugungen, die mit der Realität der Jugendlichen nichts mehr gemein haben.
Tags: Santiago de Chile
Nachhaltige Entwicklung am Strand
7. Juni, 2009 von Nina Schönmeier · Keine Leserbriefe

In Frankreich wird nachhaltige Entwicklung derzeit ganz gross geschrieben. Jeder will grün sein. Natürlich wirkt sich das hier im Süden auch ganz besonders auf den Strandtourismus aus, der bei den Ökos ja sowieso als böser Bube gilt.
Tags: Montpellier
Der Letzte macht das Licht aus
19. Mai, 2009 von Kathrin Lau · Keine Leserbriefe
…oder warum in Perth zukünftig wieder im Dunkeln gegrillt werden muss.

Es gibt sie ja, diese Momente. In denen ein bestimmtes Wort fällt und sich sogleich im Kopf die Melodie für ein passendes oder unpassendes Lied anstimmt.
Tags: Perth
Ein Bart spaltet Jerusalem
10. November, 2008 von Daniel Schwitzer · Keine Leserbriefe
Religiöse gegen Säkulare, so lautet die politische Konstellation vor der Bürgermeisterwahl in Israels zerrissener Hauptstadt. Wer gewinnt, ist völlig offen.

Tags: Jerusalem
Western Australia hat gewählt – aber wen?
9. September, 2008 von Kathrin Lau · Keine Leserbriefe

Am vergangenen Samstag wurden die Bürger des Staates Western Australia an die Urnen gerufen. Der bisherige Premier Alan Carpenter von der Labour Partei hatte vor Wochen den Tag der Wahl bestimmt (anders als in Deutschland gibt es in Australien keinen festen Termin für die Wahl, der Zeitpunkt muss binnen einer gewissen Frist vom Amtsinhaber festgelegt werden) Da wählen gehen in Australien eine Pflicht ist und nicht-wählen mitunter mit recht gesalzenen Geldstrafen geahndet wird, muss sich hierzulande über die Wahlbeteiligung also keine Sorge gemacht werden. Über die Art und vor allem Schnelligkeit der Auszählung hingegen schon.
Tags: Perth
„Doktor Tod“ auf der Spur
19. Juli, 2008 von Benjamin Loy · Keine Leserbriefe
“Operation Letzte Chance“ hat das Simon-Wiesenthal-Zentrum vor fünf Jahren die Suche nach den letzten noch lebenden Nazi-Verbrechern getauft. Ganz oben auf der Liste: der KZ-Arzt Aribert Heim. Jetzt wurde „Doktor Tod“ angeblich in Chile und Argentinien gesehen.

Tags: Santiago de Chile
“Ausgerechnet heute die Neun!” - Smog-Roulette in Santiago
4. Juli, 2008 von Benjamin Loy · Keine Leserbriefe
Die Luft ist stickig, die Augen tränen leicht und in der Ferne lassen sich die Andengipfel hinter einem dichten Nebelschleier nur erahnen: Winterzeit ist Smog-Zeit in Santiago.
Tags: Santiago de Chile
Gay-Pride in Jerusalem verläuft diesmal friedlich
27. Juni, 2008 von Daniel Schwitzer · Keine Leserbriefe
Vom sündigen Tel Aviv ins heilige Jerusalem. Auf der Landkarte liegen zwischen beiden Städten nur siebzig Kilometer. Gefühlt sind es hingegen Welten.
